Meine Ausstellung 2019: Kino in Hattingen, Hattingen im Kino

Ich freue mich schon sehr auf die neue Ausstellung, die ich für das Jahr 2019 plane: Bei „Zweimal Sperrsitz, bitte!“ geht es um Kino in Hattingen und um Hattingen im Kino!

Sieht aus wie ein Bunker, ist aber der Eingang zum "Neuen Weiltor". Das Kino musste dem Bau der Westtangente weichen. Foto: Sammlung Lars Friedrich/Hattingen

Sieht aus wie ein Bunker, ist aber der Eingang zum „Neuen Weiltor“. Das Kino musste dem Bau der Westtangente weichen. Foto: Sammlung Lars Friedrich/Hattingen

Kinos sind zwar keine Zentren der Hochkultur wie Oper und Theater, aber dafür mit dem Alltag der Bevölkerung viel mehr verbunden. Die Kino-Geschichte in Hattingen begann  zwischen 1907 und 1911 in der Johannisstraße und endete 2010 in der Bahnhofstraße. Dazwischen lagen in zahlreichen Lichtspielhäusern bewegte und bewegende Jahre. Mitte der 1950er Jahre warteten in Hattingen über 2.900 Kinosessel in fünf Lichtspielhäusern auf Besucher – täglich!

Aus welchem Hattinger Kino diese Bänke wohl stammen? Foto: LRF/HAT

Aus welchem Hattinger Kino diese Bänke wohl stammen? Foto: LRF/HAT

Meine Sonderausstellung im Museum im Bügeleisenhaus erinnert an die Hattinger Kino-Tradition und stellt die früheren Lichtspielhäuser unserer Stadt vor: den „Adler-Palast“, die „Lichtspiele Friedenseiche“ und das „Burg-Theater“ in Welper, das „Weiltor-Theater“, die „Lichtburg“, das „Licht-Spielhaus Glocke“, das „Lichtspiel-Theater“ und das „Central-Theater“ in der Innenstadt. Natürlich dürfen der frühere „Film-Club“ im Schulzentrum Holthausen sowie das „Hüttenkino“ und der „Hattinger Filmclub“ als letzte Kino-Angebote in unserer Stadt nicht fehlen.

Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich dem Drehort Hattingen. Unsere Stadt ist und war schon immer eine beliebte Kulisse für Filmemacher, meist für den TV-Bereich. Nicht nur die „Taubenaffäre“ mit Claus Biederstaedt wurde 1970 in Hattingen gedreht.  Auch TV-Knüller wie „Alarm für Cobra 11“ setzte Hattingen gleich mehrfach ins rechte Film-Licht (2008 und 2014).

„Zweimal Sperrsitz, bitte“
4. Mai bis 8. Dezember 2019
Museum im Bügeleisenhaus
Hattingen/Altstadt

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Kriegsdenkmäler erhalten, statt vergängliche Kränze zu kaufen

Zwei Bilder, vier Jahre Abstand: Die rechte Aufnahme habe ich 2014 gemacht, die linke in der letzten Woche. Foto: Lars Friedrich

Zwei Bilder, vier Jahre Abstand: Die rechte Aufnahme habe ich 2014 gemacht, die linke in der letzten Woche. Foto: Lars Friedrich

Zum Volkstrauertag am kommenden Sonntag, 18. November 2018, werden Gedenkfeiern in den einzelnen Hattinger Stadtteilen durchgeführt, um der Toten aus beiden Weltkriegen und der Opfer von Gewalt und Terror zu gedenken. Bürgermeister Dirk Glaser legt um 12 Uhr am Ehrenmal Schulenbergwald einen Kranz nieder, Pfarrer Udo Polenske spricht das Gebet. Mein vielleicht etwas provokativer Vorschlag: In diesem Jahr auf die vergänglichen Kränze verzichten und das Geld statt dessen in  Sanierung und Renovierung der Denkmäler investieren – zum Beispiel auf dem kommunalen Friedhof in Welper, wo die Inschrift auf dem Grab des unbekannten Soldaten nicht mehr zu entziffern ist.

Übersicht Hattinger Kriegsdenkmäler, erstellt 2014.

Meine Übersicht Hattinger Kriegsdenkmäler, erstellt 2014.

Zwischenzeitlich sind übrigens einige Kriegerdenkmäler in Hattingen verschwunden, wie ich bereits 2014 recherchiert habe:  Das am 18. Oktober 1913 im Schulenbergwald unterhalb des Bismarckturms eingeweihte Völkerschlachtdenkmal, das gleichzeitig das 25-jährige Regierungsjubiläum von Kaiser Wilhelm II. bejubelte, wurde bereits im September 1917 wieder eingeschmolzen, als während des Ersten Weltkriegs kriegswichtiges Metall für Kanonen benötigt wurde – ein heute noch nachvollziehbarer Grund.

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