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Eben erst ausgelesen: „Studierst du noch oder lebst du schon?“

Ich liebe Comics, denn ich bin mit Ihnen aufgewachsen. Mit Asterix und Obelix, mit Lucky Luke und mit Isnogud. Weniger mit Micky  und Donald, denn die lustigen Taschenbücher waren damals nur auf jeder dritten und vierten Seite bunt. Heute tue ich mich bisweilen schwer mit diesen Comics für Erwachsene, die jetzt Graphic Novel heißen. Bei „Studierst du noch oder lebst du schon?“ von Tiphaine Rivière war das anders. Auch wenn ich kein Student in der Krise bin und mit 50 wohl auch nicht mehr zu Zielgruppe zähle, haben mich die 184 illustrierten Seiten der französischen Zeichnerin verzückt.

Jeanne Dargan, die liebreizende Antiheldin des bebilderten Romans, wurde gerade als Doktorandin akzeptiert. Zunächst enthusiastisch, dann stoisch, später verzweifelt taumelt sie zwischen ihrem charismatischen, aber wenig hilfreichen Doktorvater, der tiefenentspannten Institutssekretärin und diversen Jobs hin und her. Die Monate vergehen, und weder ihr Freund noch ihre Familie verstehen, warum diese verdammte Abschlussarbeit einfach nicht fertig wird. Noch schlimmer, permanent ist Jeanne mit der Frage konfrontiert: Und was macht man dann damit?

In Frankreich, so lese ich, war das bereits 2016 auf Deutsch im KNAUS Verlag erschienene Buch die Entdeckung des Jahres. Nachdem ich das doch recht stattliche Werk immer wieder zur Seite gelegt habe („vielleicht ist das ja was für die Kinder, wenn sie groß sind und studieren wollen“), las ich es nun an einem Sonntag durch und habe mich köstlich amüsiert – frech, witzig und ehrlich!

Laut Klappentext weiß Tiphaine Rivière, worüber sie schreibt: Nach dem dreijährigen Versuch, ihre Doktorarbeit in Literatur abzuschließen, startete sie den illustrierten Blog „Le bureau 14 de la Sorbonne“ und ihre Karriere als Comic-Zeichnerin. Mit ihrem Debüt landete sie einen Überraschungserfolg, der in mehrere Sprachen übersetzt wird. Rivière lebt in Paris.

Ich glaub, ich schlaf´ im Wald!

Ich glaub, ich schlaf´ im Wald: Mit einem Zirbenholzspänekissen durch die Nacht.

Kleines Kissen, große Wirkung: Ich fühle mich besser, seit ich auf Zirbenholzspänen schlafe. Foto: LRF/HAT

Kleines Kissen, große Wirkung: Ich fühle mich besser, seit ich auf Zirbenholzspänen schlafe. Foto: LRF/HAT

Auf dem Weihnachtsmarkt in Köln entdeckten wir just an meinem 50. Geburtstag einen Stand mit bunten Kissen, gefüllt mit Spänen der Zirbe (Pinus cembra). Der aromatische Geruch des Alpenholzes erinnerte mich an traumhafte Sommerurlaube in Südtirol – an heimelige Stuben ebenso wie an historische Burggemächer.  Zum guten Geruch, so der Standbetreiber, kämen noch positive Wirkungen auf die Gesundheit hinzu. Der Preis jedoch hielt uns erst einmal vom Kauf ab.

Kleine Späne, große Wirkung. Foto: LRF/HAT

Kleine Späne, große Wirkung. Foto: LRF/HAT

Noch auf dem Heimweg schoppte meine Frau online Zirbenholzspäne und Schafsschurwolle und am Tag danach kauften wir Stoff dazu (leider gab es keinen rot-weiß karrierten). In der Nacht dann die Bewährungsprobe fürs alpine Wunderholz: Wie würde ich auf dem Zauberkissen schlafen? Wirkt Zirbenholz wirklich positiv auf die Herzfrequenz?

Mein Resümee am Morgen danach: Das war die geruhsamste Nacht seit vielen Wochen. So gut hatte ich schon lange nicht mehr geschlafen. Woran lag es? Tatsächlich am Zirbenholz? Am angeblichen Placeboeffekt? Oder doch an ganz etwas anderem? Ich habe keine Ahnung, schlafe aber nach wie vor sehr ruhig und entspannt auf unserem selbst genähten Zirbenholzspänekissen.

Letztlich ist es ja egal, ob dieses Alpenholz wirklich eine außergewöhnlich starke antimikrobielle Wirkung hat, tatsächlich die Herzfrequenz reduziert oder medizinisch nachweisbar Schlafstörungen vorbeugt. Ich fühle mich auf meinem wohltuend duftendem Kissen sehr, sehr wohl. Und im Sommer gehe ich beim Familienurlaub auf unserem Lieblingsbauernhof in Südtirol mal auf Zirbelkiefer-Suche.

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Meine Ausstellung 2019: Kino in Hattingen, Hattingen im Kino

Ich freue mich schon sehr auf die neue Ausstellung, die ich für das Jahr 2019 plane: Bei „Zweimal Sperrsitz, bitte!“ geht es um Kino in Hattingen und um Hattingen im Kino!

Sieht aus wie ein Bunker, ist aber der Eingang zum "Neuen Weiltor". Das Kino musste dem Bau der Westtangente weichen. Foto: Sammlung Lars Friedrich/Hattingen

Sieht aus wie ein Bunker, ist aber der Eingang zum „Neuen Weiltor“. Das Kino musste dem Bau der Westtangente weichen. Foto: Sammlung Lars Friedrich/Hattingen

Kinos sind zwar keine Zentren der Hochkultur wie Oper und Theater, aber dafür mit dem Alltag der Bevölkerung viel mehr verbunden. Die Kino-Geschichte in Hattingen begann  zwischen 1907 und 1911 in der Johannisstraße und endete 2010 in der Bahnhofstraße. Dazwischen lagen in zahlreichen Lichtspielhäusern bewegte und bewegende Jahre. Mitte der 1950er Jahre warteten in Hattingen über 2.900 Kinosessel in fünf Lichtspielhäusern auf Besucher – täglich!

Aus welchem Hattinger Kino diese Bänke wohl stammen? Foto: LRF/HAT

Aus welchem Hattinger Kino diese Bänke wohl stammen? Foto: LRF/HAT

Meine Sonderausstellung im Museum im Bügeleisenhaus erinnert an die Hattinger Kino-Tradition und stellt die früheren Lichtspielhäuser unserer Stadt vor: den „Adler-Palast“, die „Lichtspiele Friedenseiche“ und das „Burg-Theater“ in Welper, das „Weiltor-Theater“, die „Lichtburg“, das „Licht-Spielhaus Glocke“, das „Lichtspiel-Theater“ und das „Central-Theater“ in der Innenstadt. Natürlich dürfen der frühere „Film-Club“ im Schulzentrum Holthausen sowie das „Hüttenkino“ und der „Hattinger Filmclub“ als letzte Kino-Angebote in unserer Stadt nicht fehlen.

Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich dem Drehort Hattingen. Unsere Stadt ist und war schon immer eine beliebte Kulisse für Filmemacher, meist für den TV-Bereich. Nicht nur die „Taubenaffäre“ mit Claus Biederstaedt wurde 1970 in Hattingen gedreht.  Auch TV-Knüller wie „Alarm für Cobra 11“ setzte Hattingen gleich mehrfach ins rechte Film-Licht (2008 und 2014).

„Zweimal Sperrsitz, bitte“
4. Mai bis 8. Dezember 2019
Museum im Bügeleisenhaus
Hattingen/Altstadt