Tafel soll seit fünf Jahren stehen: Was wurde aus Burg-Wegweiser?

Vor fünf Jahren hatten Kulturdezernent Andreas Bomheuer, LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale, NRW- Bauminister Lutz Lienenkämper, LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Gerhard Schwätzer vom Verein zur Erhaltung der Isenburg und Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch der Öffentlichkeit eine Hinweistafel zur Isenburg vorgestellt. Zum Kulturhauptstadtjahr 2010 wollte der Landschaftsverband rund 40 Burgen ausschildern und erhielt dafür 160.000 Euro Zuschuss vom Land. Am letzten Wochenende wollte ich mir die Tafel anschauen, fand sie aber nicht…

Die Isenburg. Foto: LWL-Museum für Archäologie/B. Song

Die Isenburg. Foto: LWL-Museum für Archäologie/B. Song

Auf den Stelen wird die Geschichte eines Bauwerkes mit Text, Bild und Grundriss kurz und anschaulich erklärt. Foto: LWL

Auf den Stelen wird die Geschichte eines Bauwerkes mit Text, Bild und Grundriss kurz und anschaulich erklärt. Foto: LWL

In der Einladung zum Pressetermin kurz vor Weihnachten schrieb der Landschaftsverband im Dezember 2009: „Neue Schilder werden ab 2010 an mindestens 40 mittelalterlichen Burgen im Ruhrgebiet eine eher unbekannte Epoche der Industrieregion erläutern.“ Beim Pressetermin am Isenberg schwärmte der damalige Bauminister Lutz Lienenkämper: „Burgen im Ruhrgebiet zu beschildern halte ich für eine gute Idee. Nicht nur, weil wir im nächsten Jahr als Kulturhauptstadt Europas auf unsere Denkmal-Schätze aufmerksam machen sollten, sondern weil diese Gebäude anfassbare nordrhein-westfälische Geschichte darstellen, die oft auch den Menschen vor Ort nicht im Bewusstsein ist.“ Nach fünf Jahren ist das Hattinger Hinweisschild den Menschen vor Ort aber auch nicht im Bewusstsein, denn: es wurde nie aufgestellt!

Kulturdezernent Andreas Bomheuer, LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale, NRW- Bauminister Lutz Lienenkämper, LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Gerhard Schwätzer vom Verein zur Erhaltung der Isenburg und Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch stellten im Dezember 2009 die erste Texttafel bei "tum Bur" am Fuße des Isenbergs vor. Foto: Lars Friedrich

Kulturdezernent Andreas Bomheuer, LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale, NRW- Bauminister Lutz Lienenkämper, LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Gerhard Schwätzer vom Verein zur Erhaltung der Isenburg und Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch stellten im Dezember 2009 die erste Texttafel bei „tum Bur“ am Fuße des Isenbergs vor. Foto: Lars Friedrich

Meine Nachfrage bei der Stadt brachte jetzt Klarheit: Für die schwarze Hinweistafel fand sich wohl bislang noch kein geeigneter Standort. Susanne Wegemann von der Pressestelle schrieb mir freundlich: „Das Schild soll demnächst aufgestellt werden, wann und genau wo steht noch nicht fest.“ Wichtig ist mit festzuhalten: verschwunden ist es nicht, denn: „Die Tafel wurde beim Fachbereich Stadtbetriebe eingelagert.“ Es bleibt nun also abzuwarten, wo man nach fünf Jahren einen Standort findet wird – Lutz Lienenkämper (seit 2010 kein Minister mehr), Andreas Bomheuer (seit 2010 Beigeordneter für Kultur, Integration und Sport der Stadt Essen) und Wolfgang Kirsch (seit 1. Juli 2014 im Ruhrstadt) wird’s nicht mehr interessieren und auch Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch ist ab September kommenden Jahres nicht mehr im Amt.

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