Bok, kako je lijepo u Hrvatskoj! Auf der AIDAvita in der Adria (4)

Wer den Himmel auf Erden sucht,
der soll nach Dubrovnik kommen.
George Bernard Shaw, 1929

Weitblick: Über den Dächern von Dubrovnik. Foto: Lars Friedrich

Weitblick: Über den Dächern von Dubrovnik. Foto: Lars Friedrich

Dubrovnik, das frühere Ragusa, ist für mich eine der Perlen an der kroatischen Adriaküste, die man unbedingt gesehen haben sollte. Bei unserem Besuch mit der AIDAvita habe ich sofort Feuer für die UNESCO-Welterbestadt gefangen – und das, obwohl ich gar kein Fan von „Game of Thrones (GoT)“ bin…

Schmale Gassen und lange Stiegen zeichnen die Altstadt von Dubrovnik aus. Foto: Lars Friedrich

Schmale Gassen und lange Stiegen zeichnen die Altstadt von Dubrovnik aus. Foto: Lars Friedrich

Von prächtig blauem Meer umspült, am Fuße des Brdo Srd (Sergiusberg), liegt die komplett Auto- und Motorrad freie Altstadt von Dubrovnik, deren volle Pracht sich entweder vom 412 Meter hohen Hausberg (Achtung, die Seilbahnfahrt ist verhältnismäßig teuer) oder bei einem Rundgang über die historische Stadtmauer (7 Euro Eintritt) erschließt. Weil ich Seilbahnfahrten noch weniger mag als hohe Mauern, haben wir uns für einen Bummel auf der stellenweise bis zu 25 Meter hohen und bis zu 6 Meter dicken Mauer entschlossen, die auf 2,25 Kilometern die Stadt umgibt. GoT-Info: Auf der Mauer aus dem 13. Jahrhundert wurden Szenen mit dem einflussreichen Eunuchen Varys und Tyrion Lannister gedreht, wobei die Altstadt im Computer gespiegelt wurde, damit sie wie das größere Königsmund wirkt.

Los ging unser Mauerrundgang (Einbahnstraße!) am Pile-Tor, durch das wir Kreuzfahrer die Altstadt betreten hatten. Nebenbei: Statt „Himmel auf Erden“ sollte man lieber von „Gewimmel auf Erden“ sprechen, wenn man sich vom Taxenstand aus den Weg in die Stadt bahnt – nur am frühen Morgen oder am Nachmittag, wenn Busse und Schiffe wieder weg sind,  soll es einigermaßen leer sein in der Stadt, habe ich mir sagen lassen. GoT-Info: Auf dem Rückweg von Myrcellas Verabschiedung greift das notleidende Volk seinen König an; der Aufstand wurde am Pile-Tor gedreht.

Charakteristisch für viele kroatische Städte: Blanke Gehwegplatten wie hier in der Altstadt. Foto: Lars Friedrich

Charakteristisch für viele kroatische Städte: Blanke Gehwegplatten wie hier in der Altstadt. Foto: Lars Friedrich

Details am Rektorenpalast. Foto: Lars Friedrich

Details am Rektorenpalast. Foto: Lars Friedrich

Mitten auf dem Platz Luza steht eine Skulptur des mittelalterlichen Helden und Ritters Orlando (Roland). Foto: Lars Friedrich

Mitten auf dem Platz Luza steht eine Skulptur des mittelalterlichen Helden und Ritters Orlando (Roland). Foto: Lars Friedrich

Nach dem überaus spannenden Mauerrundgang und einem Besuch des sehenswerten Maritimen Museums war die Zeit für ein zweites Frühstück auf dem Stradun gekommen, der wunderschönen Hauptstraße zwischen dem Pile- und dem Ploce-Tor. Wer hier allerdings im Schatten der Barockhäuser in der ersten Reihe sitzen möchte, zahlt durchaus europäische Preise in kroatischer Währung, der Kuna (1 Kuna entspricht 100 Lipa = 0,132106291 Euro). Im Anschluss besichtigten wir den imposanten Rektorenpalast aus dem 15. Jahrhundert, der einst als Regierungssitz fungierte und heute das kulturhistorische Museum beherbergt. GoT-Tipp: Hier lebt der Gewürzkönig des prunkvollen Qarth und hier ist auch der Drehort, an dem die Drachenmutter den Gewürzkönig um Schiffe bittet. Dem Palast gegenüber und ebenso sehenswert: die nach dem Erdbeben von 1667 errichtete Kathedrale von Dubrovnik auf dem Poljana Marina Držića, die den größten Kirchenschatz im gesamten Adria-Raum beherbergt, darunter 132 Reliquien von Heiligen. Zu deren Highlights zählen die edelsteinbesetzten Reliquien von Hand, Fuß und Schädel des Hl. Blasius, Schutzpatron von Dubrovnik.

Stadtmauerschnappschuss: Die Festung Lovrijenac, bei GoT die Residenz des Königs, der Rote Bergfried. Foto: Lars Friedrich

Stadtmauerschnappschuss: Die Festung Lovrijenac, bei GoT die Residenz des Königs, der Rote Bergfried. Foto: Lars Friedrich

Die Promenade am Alten Hafen, dem wir am frühen Nachmittag noch einen Besuch abstatteten, trotzt vor Verteidigungsanlagen aus dem 14. und 15. Jahrhundert und ist mit ihren teilweise sehr exklusiven Lokalen und dem traumhaften Meerblick bei Stadtbesuchern sehr beliebt; von hier kann man auch gut zur Insel Lokrum (Lacroma) übersetzen, die einst dem österreichischen Kronprinzen Rudolf gehörte.  Anschließend ging es mit dem Taxi (auch in Dubrovnik war die Nutzung der am Hafen aufgereihten Taxen preiswerter als der angebotene AIDA-Shuttle) zurück zum Liegeplatz Berth No. 10 am Luka Uprava, von wo aus wir uns am frühen Nachmittag auf den Seeweg ins 248 Seemeilen entfernte Zadar machten. Getreu dem Motto des Tages „Bok, kako je lijepo u Hrvatskoj – Hallo, wie schön es ist in Kroatien“

Die 518 Meter überspannende Franjo-Tuđman-Brücke, benannt nach dem ersten Präsidenten Kroatiens nach Erlangung der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1991. Die Brücke überspannt die Mündung des Ombla, eines der kürzesten Flüsse Europas. Foto: Lars Friedrich

Die 518 Meter überspannende Franjo-Tuđman-Brücke, benannt nach dem ersten Präsidenten Kroatiens nach Erlangung der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1991. Die Brücke überspannt die Mündung des Ombla, eines der kürzesten Flüsse Europas. Foto: Lars Friedrich

Nachtrag: Wieder zurück zu Hause, habe ich mir dann doch eine der in Dubrovnik gedrehten Folgen der US-Fernsehserie GoT angeschaut…

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