DISLIKE mag das Fachwerk nicht: Neue Kunst am Bügeleisenhaus

Heute war ein ganz besonderer Samstag für mich und den Heimatverein: Am Museum im Bügeleisenhaus haben wir mit Unterstützung durch den Dachdeckermeisterbetrieb Hans Christoph Berster das erste öffentlich zugängliche Kunstwerk des Künstlers Stephan Marienfeld in Hattingen montiert. An der schwarz-weißen Giebelfassade unseres Fachwerkhauses von 1611 hängt jetzt ein großes gelb-grünes DISLIKE.

Stephan Marienfeld bei der DISLIKE-Montage am Museum im Bügeleisenhaus. Foto: Lars Friedrich

Stephan Marienfeld bei der DISLIKE-Montage am Museum im Bügeleisenhaus. Foto: Lars Friedrich

Ich bin gespannt, wann jetzt die öffentliche Diskussion um diese neue Kunst im öffentlichen Raum losgeht. Vorweg sei gesagt: Steuermittel wurden hierfür nicht ausgegeben! Egal welchen Verlauf die Diskussion nehmen wird – wir sind stolz, das Kunstwerk von Stephan Marienfeld bei uns am Haus zu haben (und ich finde, es hätte keinen besseren Platz in Hattingen finden können). Ausgezeichnet mit zahlreichen Kunstpreisen, befinden sich bereits viele Arbeiten Marienfelds in öffentlichen und privaten Sammlungen – so auch das Werk DISLIKE: Nationale und internationale Sammlungen und Kunsthäuser haben dieser Arbeit ein ‚like‘ gegeben und sie in ihren Bestand aufgenommen, so z.B. die Pinakothek der Moderne in München, das Museum Glaspalast in Augsburg, die Sammlung CALDIC/ Museum Voorlinden in Wassenaar, die BAYWOBAU in München, die Privatsammlung Ostermann in Witten.

Zaungäste bei der Montage. Foto: Lars Friedrich

Zaungäste bei der Montage. Foto: Lars Friedrich

„Diese Bondage-Arbeit des Künstlers lässt den Eindruck entstehen, als wolle die Form zwischen dem straff gespannten Seil hervor dringen, von dem sie aber gerade daran gehindert wird. Daher auch der Name DISLIKE: sie mag dort nicht festgebunden sein und ‚liked‘ das nicht. Dieses Gegeneinander bietet sowohl erotische Konnotationen als auch Assoziationen von Phänomenen in der Natur”, schreibt das Kunsthaus ARTES über die aus Polyester, Lack und Seil bestehenden Dislike-Unikate von Marienfeld. Das Hattinger Dislike am Museum im Bügeleisenhaus soll natürlich auch auf die aktuelle Ausstellung FACHWERK.1611 des Heimatvereins verweisen und den Blick aufs Bügeleisenhaus neu definieren.

Dachdeckermeister Hans Christoph Berster (links) mit Team und Stephan Marienfeld (Mitte) vor dem DISLIKE. Foto: Lars Friedrich

Dachdeckermeister Hans Christoph Berster (links) mit Team und Stephan Marienfeld (Mitte) vor dem DISLIKE. Foto: Lars Friedrich

Stephan Marienfeld (*1966) ist ausgebildeter Steinbildhauer und war Schüler und lange Zeit Assistent von Prof. Anthony Cragg. Sein Werk steht mit seiner Vielzahl von Skulpturen in der Tradition des Figurativen: In unverwechselbarer Ästhetik schafft er abstrahierte Körper aus Materialien wie z.B. Polyester, Bronze und Aluminium, die einen eigenen Charakter zu besitzen scheinen. Derzeit laufen große Einzelausstellungen seiner Arbeiten in Galerien in Augsburg, Weinheim und Michelstadt und ab Ende August in Palma auf Mallorca.

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