Mit dem A, B, C durch Hattingen: Das C wie Clarenbach

Mit dem ABC durch Hattingen/Ruhr – keine leichte Aufgabe, aber lösbar. Gerne greife ich die Blogparaden-Idee der Hagener Autorin Birgit Ebbert auf und stelle in loser Folge Hattingen in 26 Etappen vor. Heute: C wie Clarenbach, Max Clarenbach.

Bild der Serie "Sauerland" von Max Clarenbach. Repor aus der "Heimat am Mittag" vom 17. Juni 1944.

Bild der Serie „Sauerland“ von Max Clarenbach. Repro aus der „Heimat am Mittag“ vom 17. Juni 1944.

In meinem Beitrag des Heimatvereins zur ABC-Blogparade von Birgit Ebbert hatte ich dem Hattinger C die Cafehauskultur der Altstadt zugeordnet. Für diesen Blogbeitrag fand ich das zu „profan“, doch ist C kein leichter Buchstabe. Ich habe mich schließlich für Max Clarenbach (1880-1952) entschieden, der persönlich nichts mit Hattingen zu tun hat. Da ich jedoch bereits schon seit Jahren auf der Suche nach einem Clarenbach-Werk bin, welches dann doch mit einem anderen Hattinger zusammenhängt, nehme ich den Düsseldorfer Maler und „Rheinischen Impressionisten“ Max Clarenbach für den C-Beitrag.

Am 17. Juni 1944 reiste der damalige Erste Beigeordnete Wittenius persönlich nach Dresden, um dem SA-Stabschef Wilhelm Schepmann zu dessen 50. Geburtstag zu gratulieren. Schepmann, 1894 in Hattingen geboren, war Ehrenbürger der Stadt Hattingen und erhielt an diesem Tag als Ehrengabe ein Ölgemälde des Mitbegründers des Sonderbundes Westdeutscher Kunstfreunde und Künstler aus Düsseldorf. Das Bild zeigt eine sommerliche Landschaft im Sauerland und war im Rahmen der „Festtage deutscher Kunst“ vom 7. bis 14. Mai 1944 im Rathaussaal der Stadt Hattingen ausgestellt. Künstlerischer Leiter dieser KdF-Ausstellung, bei der die Stadt das Bild wohl erworben haben dürfte, war der Direktor des Märkischen Museums in Witten, Dr. Louis. Weiterlesen

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Mit dem A, B, C durch Hattingen: Das B wie Bahnhofstraße…

Mit dem ABC durch Hattingen/Ruhr – keine leichte Aufgabe, aber lösbar. Gerne greife ich die Blogparaden-Idee der Hagener Autorin Birgit Ebbert auf und stelle in loser Folge Hattingen in 26 Etappen vor. Heute: B wie Bahnhofstraße.

Der Beginn der Bahnhofstraße vor dem Bau der Westtangente: rechts Haus Waskönig, in der Bildmitte die Druckerei Enßen am Standort der ehemaligen Synagoge. Foto: Jürgen Schröder/Hattingen

Der Beginn der Bahnhofstraße vor dem Bau der Westtangente: rechts Haus Waskönig, in der Bildmitte die Druckerei Enßen am Standort der ehemaligen Synagoge. Foto: Jürgen Schröder/Hattingen

Dass die Bahnhofstraße für Hattingen eine ganz besondere Bedeutung hat, habe ich ja bereits hier auf meinem Blog in dem Artikel „Erhaltet die alten Straßenbahnschienen!“ erwähnt. Ich selbst verbinde mit der Bahnhofstraße aber auch ein ganz persönliches Erlebnis, das ich mit dem Tag #OmasSofa kennzeichnen würde. Weiterlesen

Mit dem A, B, C durch Hattingen: Das A wie Affenfelsen…

Mit dem ABC durch Hattingen/Ruhr – keine leichte Aufgabe, aber lösbar. Gerne greife ich die Blogparaden-Idee der Hagener Autorin Birgit Ebbert auf und stelle in loser Folge Hattingen in 26 Etappen vor. Heute: A wie Affenfelsen.

Der Name Affenfelsen geht auf einen Aprilscherz des Ruhr-Anzeigers aus dem Jahr  1970 zurück. Foto: Stadtarchiv Hattingen

Der Name Affenfelsen geht auf einen Aprilscherz des Ruhr-Anzeigers aus dem Jahr 1970 zurück. Foto: Stadtarchiv Hattingen

Als Kind liebte ich den Affenfelsen auf dem Hattinger Obermarkt heißt und innig. Eltern demonstrierten liberale Geisteshaltung, wenn sie ihren Sonnenschein im Grundschulalter beim sonntäglich „wir gehen in die Stadt“-Spaziergang auf die Betonblöcken klettern ließen, denn nicht alle Erziehungsberechtigten aus der Generation meiner Eltern konnten sich mit der kalten Ansammlung von Betonkuben anfreunden – weil nicht nur wir Kinder uns dort aufhielten, sondern auch die „Halbstarken“ die Aufenthaltsqualität des vom störenden Autoverkehr befreiten Platz zu schätzen wussten. Sie lungerten dort herum, tranken Alkoholisches und hörten moderne Musik aus gerade auf den Markt drängenden Philips-Kassettenrecordern. Wohl eben deshalb setzte die Hattinger Tageszeitung in einer Bildcollage Affen auf die Steine und Redakteur Bruno Meck prägte so am 1. April 1970 den Spitznamen „Affenfelsen“. Weiterlesen