Das sind die 5 meistgelesenen Blogbeiträge des Jahres 2016

Zum Jahresende wage ich einen Blick in die Statistik meines Blogs. Das sind die fünf Artikel, die Sie 2016 besonders gerne gelesen haben. Für mich wenig überraschend: Ein Bericht über moderne Kunst im öffentlichen Raum führt mein Ranking an. Ein Blick auf die Artikelbilder führt Sie zum kompletten Text.

Das Dislike des Hattinger Künstlers Stephan Marienfeld am Museum im Bügeleisenhaus soll den Blick auf das Fachwerkhaus von 1611 neu definieren.

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Fast 90 Trakhallen haben meine Leser zum „1. Tag der Trinkhallen“ auf der Hattinger Büdchen-Karte eingetragen.

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In der Zeit des Wiederaufbaues nach dem Krieg und der anschließenden „Wirtschaftswunderzeit“ gab es ein gesteigertes Interesse an öffentlichen Grünanlagen, dem ich nachgegangen bin.

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Nach dem Buch „Deutschland. Ein Wandermärchen“ war für mich klar: ich kündige und mache etwas Neues!

4

Kraftort Bügeleisenhaus: am dortigen Pokéstop tanken die Pokémons Energie für ihre Arena-Kämpfe. 2016 war auch das Jahr von Pokemon Go!

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Enthüllt: Warum ich kein Bäcker, Indianer oder gar Clown wurde

Senf statt Salto: Um zwei Monate in Wien zu recherchieren, ging ich zum Zirkus. Foto: Hardy Klahold

Senf statt Salto: Um zwei Monate in Wien zu recherchieren, ging ich zum Zirkus. Foto: Hardy Klahold

Meine liebe Bekannte, die Hagener Autorin Birgit Ebbert, sammelt Kindheitsträume. Ungefragt blogge ich hier mal eine willkürliche Auswahl aus meinen vielen Kindheitsträumen – und was daraus geworden ist.

bäcker

Mein Bäcker-Ich.

Ich werden Bäcker, weil…
Irgendwann in der Grundschule hatten wir einmal die  Gelegenheit, einen ortsansässigen Bäcker in seiner Backstube zu besuchen. Die frischen Brötchen, das duftende Brot, die tollen Torten – all das muss mich so begeistert haben, dass ich darauf hin unbedingt Bäcker werden wollte. Zu Fasching hatte ich dann auch prompt ein Bäckerkostüm an und meine Mutter hatte einen extra harten Kuchen gebacken, den ich zum Kostüm tragen durfte.

Als ich allerdings erfuhr, wie früh Bäcker morgens (oder besser: nachts) aufstehen müssen, war dieser Kindheitstraum für mich ausgeträumt. Ob es nur mir so ging? Leider gibt es nun bei uns in der Stadt nur noch knapp eine Handvoll Bäcker mit eigener Backstube – alle anderen wurden von gesichtslosen Backshops mit  vorgefertigten Teigrohlingen verdrängt… Weiterlesen

Hattingen hat 356* Straßen – aber nur elf führen Frauennamen

Heute, am 8. März, ist Weltfrauentag, und in den sozialen Netzwerken überschlagen sich die Forderungen nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit Schwesterlichkeit. Auch in Hattingen wird der Tag begangen: Hildegard Reuter vom „Freundeskreises der Stadtbibliothek e. V.“ liest Geschichten zum Frauentag, die IG Metall lädt zu einer Kulturveranstaltung ins Bildungszentrum und Sonntag  wird Bürgermeister Dirk Glaser beim Frauenempfang verdiente Hattingerinnen ehren. Zum Thema Frauentag habe ich als Mann spontan erst einmal nur eine Anmerkung: Bei 356* öffentlichen Straßen in Hattingen haben wohl nur 11 weibliche Namen!

Der "Marie Louise Marjan-Boulevard" in der Südstadt? Karte: OpenStreetMap

Der „Marie Louise Marjan-Boulevard“ in der Südstadt? Karte: OpenStreetMap

Klar: Erikaweg, Helenenweg, Justinenweg, Luisenweg, Luisenplatz, Augustastraße und Viktoriastraße sprechen für sich. Auch die Käthe-Kollwitz-Straße und die Droste-Hülshoff-Straße lassen sich Namensgeberinnen zuordnen. Und mit viel gutem Willen sind auch noch die Aurorastraße und die Straße „Am Roswitha-Denkmal“ irgendwie weiblich. Aber das war es auch schon! Weiterlesen

Wenn ein Jahr beginnt…

Ein passendes Foto zum Jahreswechsel habe ich im Herbst in Venedig gemacht - Rückschau und Ausblick in einem Kanal nahe dem Teatro La Fenice. Foto: LRF

Ein passendes Foto zum Jahreswechsel habe ich im Herbst in Venedig gemacht – Rückschau und Ausblick in einem Kanal nahe dem Teatro La Fenice. Foto: LRF

Daß bald das neue Jahr beginnt,
Spür ich nicht im Geringsten.
Ich merke nur: die Zeit verrinnt
Genau so wie zu Pfingsten,

Genau wie jährlich tausendmal.
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff, Skandal,
Ich speise Hasenbraten.

Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt
In heimlichen Geweben.
Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,
Beginnt ein neues Leben.

Joachim Ringelnatz

Auch wenn der Aphoristiker Gerhard Uhlenbruck angesichts der Silvesternacht sinniert, dass schon zu Beginn des neuen Jahres Schall und Rauch dominieren würden, wünsche ich zum neuen Jahr Klarheit und viel Weitsich.

Jenseits von Yps und Asterix: Zu Gast auf der German Comic Con

Ich bin mit Yps, Asterix und KNAX aufgewachsen, habe mit Manga, Cosplayer und Steampunk eigentlich gar nichts am Hut und kenne von den modernen Zeichnern auch nur Michael Holtschule. Dennoch war ich neugierig, was auf der ersten German Comic Con am 5. und 6. Dezember in Dortmund zu sehen sein würde und habe mich heute zusammen mit meinem Sohn ins Getümmel gestürzt. Vorweg: Von Yps, Asterix und KNAX habe ich kaum was gesehen und der Holtschulte war auch schon weg…

Stöbern erwünscht: die Retrobörse auf der Comic Con 2015. Foto: Lars Friedrich

Stöbern erwünscht: die Retrobörse auf der Comic Con 2015. Foto: Lars Friedrich

Comic-Helden im Videospiel 1978 bis 2015 zeigt das Videospielearchiv in einer Sonderausstellung in Halle 3b. Foto: Lars Friedrich

Comic-Helden im Videospiel 1978 bis 2015 zeigt das Videospielearchiv in einer Sonderausstellung in Halle 3b. Foto: Lars Friedrich

Bunte Comic Kunst auf der ersten Comik Con in Deutschland. Foto: Lars Friedrich

Bunte Comic Kunst auf der ersten Comik Con in Deutschland. Foto: Lars Friedrich

Der Comic-, Film- und Serienmarkt boomt in Deutschland und die kleinen Film- und TV-Conventions erfreuen sich nie dagewesener Beliebtheit. So jubelten die Fans umso mehr, als nach dem Vorbild der berühmten San Diego Comic-Con aus den USA die erste deutsche Comic Con fürs zweite Adventwochenende in Dortmund angekündigt wurde. 30.000 Fans erwarten die Veranstalter nun bis morgen 18 Uhr – und müssen bereits heute gegen Mittag im Internet versprechen, dass der Sonntag organisatorisch auf jeden Fall besser werde: Die zehntausend Fans des ersten Tages legten nicht nur den Verkehr rund um die Westfalenhallen lahm, auch die Aussteller brauchten gute Nerven angesichts fehlender Präsentationstische am gestrigen Aufbautag, über Nacht verschwundener Stühle und zusammenbrechender Technik. Wer es dann in die drei Ausstellungshallen schaffte, konnte zumindest noch gegen Mittag einigermaßen entspannt mit Stars der Szene in Kontakt kommen oder Zeichnern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Weiterlesen