Enthüllt: Warum ich kein Bäcker, Indianer oder gar Clown wurde

Senf statt Salto: Um zwei Monate in Wien zu recherchieren, ging ich zum Zirkus. Foto: Hardy Klahold

Senf statt Salto: Um zwei Monate in Wien zu recherchieren, ging ich zum Zirkus. Foto: Hardy Klahold

Meine liebe Bekannte, die Hagener Autorin Birgit Ebbert, sammelt Kindheitsträume. Ungefragt blogge ich hier mal eine willkürliche Auswahl aus meinen vielen Kindheitsträumen – und was daraus geworden ist.

bäcker

Mein Bäcker-Ich.

Ich werden Bäcker, weil…
Irgendwann in der Grundschule hatten wir einmal die  Gelegenheit, einen ortsansässigen Bäcker in seiner Backstube zu besuchen. Die frischen Brötchen, das duftende Brot, die tollen Torten – all das muss mich so begeistert haben, dass ich darauf hin unbedingt Bäcker werden wollte. Zu Fasching hatte ich dann auch prompt ein Bäckerkostüm an und meine Mutter hatte einen extra harten Kuchen gebacken, den ich zum Kostüm tragen durfte.

Als ich allerdings erfuhr, wie früh Bäcker morgens (oder besser: nachts) aufstehen müssen, war dieser Kindheitstraum für mich ausgeträumt. Ob es nur mir so ging? Leider gibt es nun bei uns in der Stadt nur noch knapp eine Handvoll Bäcker mit eigener Backstube – alle anderen wurden von gesichtslosen Backshops mit  vorgefertigten Teigrohlingen verdrängt… Weiterlesen

Werbeanzeigen

Wenn ein Jahr beginnt…

Ein passendes Foto zum Jahreswechsel habe ich im Herbst in Venedig gemacht - Rückschau und Ausblick in einem Kanal nahe dem Teatro La Fenice. Foto: LRF

Ein passendes Foto zum Jahreswechsel habe ich im Herbst in Venedig gemacht – Rückschau und Ausblick in einem Kanal nahe dem Teatro La Fenice. Foto: LRF

Daß bald das neue Jahr beginnt,
Spür ich nicht im Geringsten.
Ich merke nur: die Zeit verrinnt
Genau so wie zu Pfingsten,

Genau wie jährlich tausendmal.
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff, Skandal,
Ich speise Hasenbraten.

Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt
In heimlichen Geweben.
Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,
Beginnt ein neues Leben.

Joachim Ringelnatz

Auch wenn der Aphoristiker Gerhard Uhlenbruck angesichts der Silvesternacht sinniert, dass schon zu Beginn des neuen Jahres Schall und Rauch dominieren würden, wünsche ich zum neuen Jahr Klarheit und viel Weitsich.

Jenseits von Yps und Asterix: Zu Gast auf der German Comic Con

Ich bin mit Yps, Asterix und KNAX aufgewachsen, habe mit Manga, Cosplayer und Steampunk eigentlich gar nichts am Hut und kenne von den modernen Zeichnern auch nur Michael Holtschule. Dennoch war ich neugierig, was auf der ersten German Comic Con am 5. und 6. Dezember in Dortmund zu sehen sein würde und habe mich heute zusammen mit meinem Sohn ins Getümmel gestürzt. Vorweg: Von Yps, Asterix und KNAX habe ich kaum was gesehen und der Holtschulte war auch schon weg…

Stöbern erwünscht: die Retrobörse auf der Comic Con 2015. Foto: Lars Friedrich

Stöbern erwünscht: die Retrobörse auf der Comic Con 2015. Foto: Lars Friedrich

Comic-Helden im Videospiel 1978 bis 2015 zeigt das Videospielearchiv in einer Sonderausstellung in Halle 3b. Foto: Lars Friedrich

Comic-Helden im Videospiel 1978 bis 2015 zeigt das Videospielearchiv in einer Sonderausstellung in Halle 3b. Foto: Lars Friedrich

Bunte Comic Kunst auf der ersten Comik Con in Deutschland. Foto: Lars Friedrich

Bunte Comic Kunst auf der ersten Comik Con in Deutschland. Foto: Lars Friedrich

Der Comic-, Film- und Serienmarkt boomt in Deutschland und die kleinen Film- und TV-Conventions erfreuen sich nie dagewesener Beliebtheit. So jubelten die Fans umso mehr, als nach dem Vorbild der berühmten San Diego Comic-Con aus den USA die erste deutsche Comic Con fürs zweite Adventwochenende in Dortmund angekündigt wurde. 30.000 Fans erwarten die Veranstalter nun bis morgen 18 Uhr – und müssen bereits heute gegen Mittag im Internet versprechen, dass der Sonntag organisatorisch auf jeden Fall besser werde: Die zehntausend Fans des ersten Tages legten nicht nur den Verkehr rund um die Westfalenhallen lahm, auch die Aussteller brauchten gute Nerven angesichts fehlender Präsentationstische am gestrigen Aufbautag, über Nacht verschwundener Stühle und zusammenbrechender Technik. Wer es dann in die drei Ausstellungshallen schaffte, konnte zumindest noch gegen Mittag einigermaßen entspannt mit Stars der Szene in Kontakt kommen oder Zeichnern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Weiterlesen

Mein Lieblingsbild des Monats

Ab dem 3. April 2014 steht in meiner neuen Sonderausstellung „Fachwerk 1611 – BAUEN.LEBEN.SCHÜTZEN“ das Hauses am Haldenplatz 1 im Mittelpunkt; im Bild: eine der fünf Neidmasken am Gebäude. Zudem zu sehen: die Sonderausstellung HATTINGER HAUSBALKEN mit zahlreichen Originalleihgaben von Privatpersonen und Museen. Schirmherr der Ausstellung ist der künftige Bürgermeister der Stadt Hattingen, Dirk Glaser.

Zeit für eine neue Blogparade: „Die Ferien meiner Kindheit“

Die Idee zu dieser Blogparade ist eigentlich geklaut und kam mir beim Lesen der aktuellen ADAC Motorwelt, in der Redaktionsmitarbeiter über lange zurückliegende Urlaube berichten. Natürlich fiel mir sofort wieder ein, dass ich zu meiner Schulzeit mit meinen Eltern jeden Sommer nach Südtirol gefahren bin – in die Garni-Pension Haus Lechner nach Viums. Und weil meine Eltern schon vor meiner Geburt dort Dauergäste waren, gab es irgendwann einmal umrahmt von der örtlichen Blasmusikkapelle sogar eine Urkunde für 25-jährige Treue. Da war ich schon 14 und fand das alles sehr peinlich…

Mutter, Tante, Onkel und ich auf Papas sorgsam arrangiertem Urlaubsschnappschuss: Unser Sommerurlaub in Südtirol. Foto: Archiv

Mutter, Tante, Onkel und ich auf Papas sorgsam arrangiertem Urlaubsschnappschuss: Unser Sommerurlaub in Südtirol. Foto: Archiv

Unser Sommerurlaub in Südtirol – zum Frühstück Nutella, nachmittags schwimmen im pensionseigenem Pool, abends selbstgeschmierte Brote auf dem Balkon (natürlich mit handgefiltertem Kaffee aus der mitgebrachten Rowenta-Kaffeeautomaten) und am besten die Berge von unten, die Kirchen von außen und die Gastwirtschaften von innen. Na ja, ganz so schlimm war es nicht: Jeden zweiten Tag unternahmen wir etwas und alles war erreichbar, was mit dem Auto zu erreichen war – wobei ich mich heute immer noch wundere, wie ich die meist zwölfstündige Fahrt aus dem Ruhrgebiet Richtung Dolomiten überstanden habe, denn damals rauchte meine Mutter sogar im Auto…

Natürlich besaß ich für den zünftigen Bergurlaub auch eine Lederhose. Fot: Archiv

Natürlich besaß ich für den zünftigen Bergurlaub auch eine Lederhose. Fot: Archiv

Aber eigentlich waren diese Urlaube schön, sehr schön – oft saßen meine Eltern in Liegestühlen, deren Liegefläche aus straff gespannten gelbe oder hellblauen Kunststofffäden bestand, lesend im schattigen Garten und vermuteten mich im Sandkasten oder auf der alle die Jahre hindurch gleichbleibend heftig quietschenden grünen Schaukel hinterm Haus. Meist war ich dort aber nicht, sondern streifte mit den Herbergskindern oder den Nachbarsjungen durch die Wälder und kletterte nicht selten im stillgelegten Wasserkraftwerk in der Rienzschlucht die verrosteten Fallrohre rauf. Ja, das waren die Ferien meiner Kindheit. Und wisst ihr was? Weil es damals so schön war, fahre ich mit meinen Kindern heute wieder nach Südtirol – aber nur alle zwei Jahre. Die Pension Lechner gibt es nicht mehr, aber bei der lieben Familie Tauber auf dem wunderschönen Waldharthof in Raas ist es ebenso spannend – für meine Kinder und auch für mich.

Wie kann man sein Kind nur in gestrickte Hosen stecken, wenn man Berchtesgaden besucht? Foto: Archiv

Wie kann man sein Kind nur in gestrickte Hosen stecken, wenn man Berchtesgaden besucht? Foto: Archiv

Wie war denn der Sommerurlaub in eurer Kindheit? Veröffentliche auf eurem Blog einen Beitrag zum Thema „Die Ferien meiner Kindheit“. Einzige Bedingung ist, dass in eurem Beitrag meine Blogparade genannt wird und ihr in eurem Post auf diesen Aufruf verlinkt (Kurzlink: http://wp.me/P2QlHh-mM/). Hinterlasst am besten zusätzlich auf dieser Seite einen Kommentar, damit ich weiß, dass ihr mitgemacht habt (und natürlich auch, damit interessierte Leser eure Artikel gleich lesen können und nicht erst dann, wenn ich die Zusammenfassung veröffentliche). Solltet ihr kürzlich schon einen Beitrag geschrieben haben, der zu meiner Blogparade passt, darf dieser natürlich auch teilnehmen.

  • Thema: Die Ferien meiner Kindheit
  • Laufzeit: bis 31. Juli 2015
  • Hashtag: #Kindheitsferien
  • Kurzlink: http://wp.me/p3lymS-iE

Ich bewerbe eure Beiträge über Twitter, auf meiner Facebook-Seite, auf Google+ und auf Tumblr. Außerdem werde ich diesen Post regelmäßig aktualisieren und eure Beiträge am Ende des Textes verlinken. Nach Ablauf der Blogparade gibt es im August auch eine Zusammenfassung hier im Blog.

Eure Beiträge zum Thema #Kindheitsferien