Kriegsdenkmäler erhalten, statt vergängliche Kränze zu kaufen

Zwei Bilder, vier Jahre Abstand: Die rechte Aufnahme habe ich 2014 gemacht, die linke in der letzten Woche. Foto: Lars Friedrich

Zwei Bilder, vier Jahre Abstand: Die rechte Aufnahme habe ich 2014 gemacht, die linke in der letzten Woche. Foto: Lars Friedrich

Zum Volkstrauertag am kommenden Sonntag, 18. November 2018, werden Gedenkfeiern in den einzelnen Hattinger Stadtteilen durchgeführt, um der Toten aus beiden Weltkriegen und der Opfer von Gewalt und Terror zu gedenken. Bürgermeister Dirk Glaser legt um 12 Uhr am Ehrenmal Schulenbergwald einen Kranz nieder, Pfarrer Udo Polenske spricht das Gebet. Mein vielleicht etwas provokativer Vorschlag: In diesem Jahr auf die vergänglichen Kränze verzichten und das Geld statt dessen in  Sanierung und Renovierung der Denkmäler investieren – zum Beispiel auf dem kommunalen Friedhof in Welper, wo die Inschrift auf dem Grab des unbekannten Soldaten nicht mehr zu entziffern ist.

Übersicht Hattinger Kriegsdenkmäler, erstellt 2014.

Meine Übersicht Hattinger Kriegsdenkmäler, erstellt 2014.

Zwischenzeitlich sind übrigens einige Kriegerdenkmäler in Hattingen verschwunden, wie ich bereits 2014 recherchiert habe:  Das am 18. Oktober 1913 im Schulenbergwald unterhalb des Bismarckturms eingeweihte Völkerschlachtdenkmal, das gleichzeitig das 25-jährige Regierungsjubiläum von Kaiser Wilhelm II. bejubelte, wurde bereits im September 1917 wieder eingeschmolzen, als während des Ersten Weltkriegs kriegswichtiges Metall für Kanonen benötigt wurde – ein heute noch nachvollziehbarer Grund.

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