Advent: Türen, Tore, Durchblicke

Der Wille öffnet die Türen zum Erfolg.

Louis Pasteur (1822 – 1895)
französischer Chemiker und Mikrobiologe

Der Fischmarkt nahe der Rialto-Brücke. Foto: Lars Friedrich

Der Fischmarkt nahe der Rialto-Brücke. Foto: Lars Friedrich

19. Dezember 2015: Als wir Venedig besuchten, durfte auch die Ralto-Brücke nicht fehlen. Die war aber so voll, dass wir uns zwar nach San Polo drängelten, aber gleich hinter der Brücke nach rechts zum Mercato di Rialto abbogen, einer Melange aus überdachtem Fischmarkt und offenen Ost- und Gemüseständen, kleinen Ladenlokalen und fliegenden Händlern. Von unserem ersten Venedig-Besuch 2001 hatten wir diesen Platz noch gut in Erinnerung und der Abstecher hierher hat sich auch diesmal gelohnt: jeden Samstag kann man nämlich zwischen 12 und 15 Uhr an einem eiligst aufgebauten Stand einen großen Teller frisch zubereiteter Meeresfrüchte plus einem Glas kalten Chardonnay für 10 Euro kosten – das ist für Venedig nicht nur super preiswert, das war auch sehr, sehr lecker.

Advent: Türen, Tore, Durchblicke

Das Gefühl baut Türen in Mauern,
die der Verstand errichtet.

Peter Sereinigg
österreichischer Unternehmensberater

Sehenswert in Bari: Castello Svevo, zu Deutsch das “Schwaben-Schloss”, das 1132 auf Befehl von Roger dem Normannen begonnen und das von Kaiser Friedrich II. ab 1233 umgebaut wurde. Foto: Lars Friedrich

Sehenswert in Bari: Castello Svevo, zu Deutsch das “Schwaben-Schloss”, das 1132 auf Befehl von Roger dem Normannen begonnen und das von Kaiser Friedrich II. ab 1233 umgebaut wurde. Foto: Lars Friedrich

18. Dezember 2015: Der Bau des Castello Svevo di Bari wurde 1131–1132 auf Befehl von Roger „dem Normannen“ begonnen. Das Kastell steht auf den Überresten einer byzantinischen Festung aus dem 11. Jahrhundert. In der Stauferzeit wurde das Kastell unter Kaiser Friedrich II. ab 1233 umgebaut. Seit der Ankunft von Isabella von Aragón wurde das Kastell als Palast umgebaut, den Höhepunkt erreichte das höfische Leben unter Isabellas Tochter Bona Sforza, die Bari nach dem Tod ihres Ehemannes Sigismunds I. als Witwensitz nutzte. Nach dem Tod der Bona Sforza war das Kastell zeitweise verlassen und wurde später zum Gefängnis umfunktioniert. Heute befindet sich dort ein Museum, in dem wechselnde Ausstellungen gezeigt werden.

Advent: Türen, Tore, Durchblicke

Gold geht durch alle Türen,
ausgenommen durch die Himmelstüre.

Deutsches Sprichwort

Tor zur ehemals venezianischen Villa Braila bei Gastouri, die Kaiserin Elisabeth zum Achillion umgestalten ließ. Foto: Lars Friedrich

Tor zur ehemals venezianischen Villa Braila bei Gastouri, die Kaiserin Elisabeth zum Achillion umgestalten ließ. Foto: Lars Friedrich

1888 hatte die österreichische Kaiserin Elisabeth in den Bergen nahe Gastouri auf Korfu, etwa sieben Kilometer südlich der Inselhauptstadt, in der Villa des Korfioten Petros Brailas-Armenis gewohnt und Land und Klima schätzen gelernt. 1889 erwarb Kaiser Franz Joseph das Palais und ließ es nach den Plänen des neapolitanischen Architekten Raffaele Carito im Stile der griechischen Architektur umbauen. Sissi verlor jedoch schon sechs Jahre nach Bauende 1891 ihr Interesse am Achillion. Nach ihrem Tod 1898 erbte Tochter Gisela das Anwesen und verkaufte es 1907 an den deutschen Kaiser Wilhelm II. (1859-1941), der bis 1914 fast jedes Frühjahr auf Korfu weilte und das Schloss zum Zentrum der europäischen Diplomatie werden ließ. Seit Ende des ersten Weltkrieges ist das Achillion griechisches Eigentum und kann seit 1962 als Museum besichtigt werden.

Advent: Türen, Tore, Durchblicke

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,
dass der König der Ehre einziehe!

Bibel

AIDAvita 2015 (9)gh

Eingang der Nikolaus-Basilika in Bari. Foto: Lars Friedrich

12. Dezember 2015: Eigens für die kostbaren Reliquie des Heiligen Nikolaus wurde die Basilika San Nicola auf den Ruinen der ehemaligen Residenz des byzantinischen Statthalters gebaut. Während der Kreuzzüge spielte Bari eine wichtige Rolle. Viele der Ritter und Pilger machten Halt in der süditalienischen Stadt, bevor sie in das Heilige Land weiter reisten. Auch im Mittelalter nahm die Bedeutung der Stadt kaum ab und viele Pilger schenkten Gaben, die man heute in einem Museum besichtigen kann. Im 16. Jahrhundert wurde sogar die polnische Königin Bona Sforza in der Basilika beigesetzt.

Advent: Türen, Tore, Durchblicke

Nikolaus, du guter Mann –
Du musst dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.
Drum, lieber Nikolaus,
pack ihn doch einfach aus.

Volksgut

Durchblick auf die Grabstätte des Heiligen Nikolaus in Bari. Foto: Lars Friedrich

Durchblick auf die Grabstätte des Heiligen Nikolaus in Bari. Foto: Lars Friedrich

6. Dezember 2015 – Nikolaustag: In der Krypta der Basilica Pontificia San Nicola in Bari befindet sich das Grab des Heiligen Nikolaus, dessen Gebeine die Bareser in wirtschaftlich schlechten Zeiten am 9. Mai 1087 im türkischen Myra stahlen, nach Italien brachten und fortan mit dieser besonderen Reliquie Touristen und Pilger in die süditalienische Stadt locken. Neben der Basilika wacht die moderne Statue des Heiligen, ein Werk des georgischen Künstlers Zurab Tsereteli, über die sterblichen Reste des Bischofs von Myra und das Santa manna – eine Flüssigkeit, die heute noch jährlich aus dem Sarg gezogen und als Gesundbrunnen verkauft wird.