Der Herr Hitchcock liebte Zadar: Auf der AIDAvita in der Adria (5)

Zadar hat den schönsten Sonnenuntergang der Welt,
schöner als in Key West, wo jeden Abend die Menschen
die Sonnenuntergänge beklatschen.
Alfred Hitchcock, 1964

Die AIDAvita im Hafen von Zadar. Foto: Lars Friedrich

Die AIDAvita im Hafen von Zadar. Foto: Lars Friedrich

Das Landtor (Porta Terraferma) mit venezianischem Markuslöwen von 1543. Foto: Lars Friedrich

Das Landtor (Porta Terraferma) mit venezianischem Markuslöwen von 1543. Foto: Lars Friedrich

Natürlich: Dubrovnik ist DIE Perle der Adria. Aber auch Zadar muss sich in Punkto Kultur und Geschichte nicht verstecken. Der historische Stadtkern liegt auf einer Halbinsel und ist von einer venezianischen Mauer mit vier Toren (darunter das Marinetor mit einem eingesetzten Stück eines römischen Triumphbogens und die nach dem Entwurf von Sanmicheli erbaute Porta di Terraferma) umgeben, denn bis 1797 stand die Stadt unter venezianischer Verwaltung – König Ladislav hatte im Jahre 1409 ganz Dalmatien für 100.000 Dukaten an Venedig verkauft.Heute ist Zadar die größte Stadt Norddalmatiens und zählt mit Außenbezirken rund 75.000 Einwohner.

Ein malerischer Hinterhof in der Nähe der fünf Brunnen. Foto: Lars Friedrich

Ein malerischer Hinterhof in der Nähe der fünf Brunnen. Foto: Lars Friedrich

Das römische Forum zwischen Uferpromenade und Altstadt. Foto: Lars Friedrich

Das römische Forum zwischen Uferpromenade und Altstadt. Foto: Lars Friedrich

Aber bereits der Blick an Bord auf die Straßenkarte kurz vor dem Einlaufen offenbart die römische Vergangenheit: Die Hauptstraße Siroka entspricht dem Stadtführer nach der Decumanus maximus, die Simuna Kozicica dem Cardo maximus, und der große Platz an der Kathedrale war einst der Standort des Forums. Bis Kriegsende 1918 unter österreichischer Verwaltung, blieb die Stadt bis zum Frieden von Paris 1947 in italienischer Hand. Schon seit jeher war Zadar ein beliebtes Touristenziel, das auch Alfred Hitchcock faszinierte. 1964 bezog der Herr Hitchcock das Zimmer Nummer 204 im ehemaligen „Hotel Zagreb“  und machte hier Urlaub. Als wir mit der AIDAvita in Zadar vor Anker gehen, begrüßen uns allerdings  Sehenswürdigkeiten neueren Datums: die so genannte Meeresorgel und der Gruß an die Sonne (Pozdrav Suncu). Weiterlesen

Bok, kako je lijepo u Hrvatskoj! Auf der AIDAvita in der Adria (4)

Wer den Himmel auf Erden sucht,
der soll nach Dubrovnik kommen.
George Bernard Shaw, 1929

Weitblick: Über den Dächern von Dubrovnik. Foto: Lars Friedrich

Weitblick: Über den Dächern von Dubrovnik. Foto: Lars Friedrich

Dubrovnik, das frühere Ragusa, ist für mich eine der Perlen an der kroatischen Adriaküste, die man unbedingt gesehen haben sollte. Bei unserem Besuch mit der AIDAvita habe ich sofort Feuer für die UNESCO-Welterbestadt gefangen – und das, obwohl ich gar kein Fan von „Game of Thrones (GoT)“ bin…

Schmale Gassen und lange Stiegen zeichnen die Altstadt von Dubrovnik aus. Foto: Lars Friedrich

Schmale Gassen und lange Stiegen zeichnen die Altstadt von Dubrovnik aus. Foto: Lars Friedrich

Von prächtig blauem Meer umspült, am Fuße des Brdo Srd (Sergiusberg), liegt die komplett Auto- und Motorrad freie Altstadt von Dubrovnik, deren volle Pracht sich entweder vom 412 Meter hohen Hausberg (Achtung, die Seilbahnfahrt ist verhältnismäßig teuer) oder bei einem Rundgang über die historische Stadtmauer (7 Euro Eintritt) erschließt. Weil ich Seilbahnfahrten noch weniger mag als hohe Mauern, haben wir uns für einen Bummel auf der stellenweise bis zu 25 Meter hohen und bis zu 6 Meter dicken Mauer entschlossen, die auf 2,25 Kilometern die Stadt umgibt. GoT-Info: Auf der Mauer aus dem 13. Jahrhundert wurden Szenen mit dem einflussreichen Eunuchen Varys und Tyrion Lannister gedreht, wobei die Altstadt im Computer gespiegelt wurde, damit sie wie das größere Königsmund wirkt. Weiterlesen

Kreuzfahrttagebuch: Am Freitag mehr zum Dubrovnik-Stopp

Dubrovnik, die Perle Kroatiens. Foto: Lars Friedrich

Dubrovnik, die Perle Kroatiens. Foto: Lars Friedrich

Kommenden Freitag gibt es hier auf dem Blog den vierten Teil meines Kreuzfahrttagesbuches: Wir besuchten mit der AIDAvita die Perle Kroatiens, Dubrovnik. Wer die ersten drei Teile meines Reiseberichtes aus der Adria nachlesen möchte, klickt hier.

Erkunden, entdecken, träumen: Auf der AIDAvita in der Adria (1)

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die
Weltanschauung der Leute, welche die Welt
nicht angeschaut haben.

Alexander von Humboldt

Die AIDAvita am 9. Oktober im Hafen von Zadar/Kroatien. Foto: Lars Friedrich

Die AIDAvita am 9. Oktober im Hafen von Zadar/Kroatien. Foto: Lars Friedrich

Eine Kreuzfahrt ist nichts für mich, dachte ich: 1260 Rentner in 633 Kabinen und die große Abzocke bei den Nebenkosten. Nach sieben Nächten auf der AIDAvita weiß ich es besser –  Kreuzfahrten könnten mein neues Hobby werden! Und das liegt sicher nicht nur an der unter Kapitän Detlef Harms zurückgelegten Route durch die Adria  (Venedig – Korfu – Bari – Dubovnik – Zadar – Venedig). Schon vor dem Check-in am Marittima Testata Marmi di Venezia sorgte das strahlend weiße Schiff mit seinem Kussmund für ein Lächeln auf unseren Lippen und steigerte die Vorfreude auf das, was da noch kommen würde…

Der umlaufende Relingbereich auf Deck 6. Foto: Lars Friedrich

Der umlaufende Relingbereich auf Deck 6. Foto: Lars Friedrich

Vom 4. bis 11. Oktober waren meine Schwiegereltern, meine Frau, unsere beiden Kinder und ich auf der AIDAvita im adriatischen und nach Passage der Straße von Otranto im inonischen Meer unterwegs – auf der in Wismar gebauten und seither zweimal teilrenovierten AIDAvita, die 2002 in Warnemünde von Taufpatin Doris Schröder-Köpf ihren Namen erhielt. Vorweg: Das Alter sieht man dem Clubschiff (389 Personen Crew) nicht an – weder auf Deck, noch in den Kabinen. Wir hatten uns auf Empfehlung des DERPART Ruhrpress Reisebüros in Hattingen für eine 4-Bett- und eine 2-Bett-Kabine auf Deck 6 entschieden und somit nicht nur Aussichtsfenster, sondern auch fast einen Balkon – auf diesem Deck gibt es nämlich einen Außenbereich mit Reling, über dem sich die Tender- bzw. Rettungsboote befinden. Sorgte ich mich vor Beginn der Reise noch um die Enge in der knapp 15 m²  großen Meerblickkabine (2 Betten unten, 2 Betten oben), war dies in der Rückschau unbegründet – wir waren nur zur Nachtruhe in unseren schwimmenden (aber nie schwankenden) vier Wänden und hatten auch beim zu Bett-Gehen keine Platzangst. Weiterlesen

Mein Lieblingsbild des Monats

AIDAvita 2015 (352)

Dieses Foto habe ich vergangene Woche in der Serbisch-Orthodoxen Kirche von Dubrovnik aufgenommen. In den kommenden Tagen berichte ich hier auf meinem Blog über meine erste Kreuzfahrt mit der AIDAvita durch das adriatische Meer.