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Wildkräuter statt Blumen, Acker statt Andenken: Die Gräber von 128 Zwangsarbeitern in Welper

Schätzungen gehen davon aus, dass während des Zweiten Weltkrieges insgesamt acht  bis zehn Millionen ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter im Deutschen Reich eingesetzt waren. Für Hattingen ist im Zeitraum von 1939 bis 1945 von über 10.000 ausländischen Arbeitern auszugehen (1). Ende des Zweiten Weltkrieges war demnach jeder Vierte Hattinger ein Ausländer! Kaum ein Friedhof in Hattingen, […]

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Hattingen hat 360* Straßen, aber nur 13 führen Frauennamen

Heute, am 8. März, ist Weltfrauentag, und in den sozialen Netzwerken überschlagen sich mal wieder die Forderungen nach Freiheit, Gleichheit,  Brüderlichkeit  Schwesterlichkeit.  Zum Thema Frauentag hatte ich als Mann schon vor zwei Jahren nur eine Anmerkung, die ich jetzt aktualisiert habe: Bei  rund 360* öffentlichen Straßen in Hattingen haben nur 13 weibliche Namen – 2016 […]

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Vor fast 60 Jahren sollte unser Ruhrtal im Stausee verschwinden

Seit dem Jahre 2014 diskutiert Hattingen die bis 2021 geplante Umsetzung einer EU-Wasserrahmenrichtlinie. Streitpunkt dabei ist die geplante Umgestaltung der Ruhr: Buchten sollen verschwinden, Wiesen zu Feuchtgebieten werden. Was heute kaum jemand mehr weiß: Vor knapp 60 Jahren sollte der Winzer Ruhrbogen schon einmal weitgehend im „Stausee Hattingen“ untergehen. Am 19. April 1958 vermeldete die Hattinger […]

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Zwangsarbeitergräber nach 2 Jahren weiter ohne Grabsteine

Bereits im Juni 2014 hatte ich darüber berichtet, dass auf zwei Hattinger Friedhöfen insgesamt 62 Grabsteine für dort bestattete Zwangsarbeiter entsorgt wurden. Damals darauf angesprochen, wollte die Stadtverwaltung nach einer Lösung suchen. Zur Erinnerung: Die Grabsteine, so teilte mir die Stadt damals auf Nachfrage mit, seien „ca. 2002“ nach einem Ortstermin mit einem Vertreter des […]

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Die Wiederentdeckung der „Wirtschaftswunderzeit“

Alles fing mit dieser Postkarte an, die ich neulich online im Ansichtskarten-Center von Ilona Beyer gekauft habe und über die ich die „Wirtschaftswunderzeit“ der 50er und 60er Jahre in Hattingen wiederentdeckt habe. Die Karte aus dem Rauendahl zeigt einige Grünfläche im Stil der 50er und 60er Jahre, die ich im heutigen Stadtbild nicht lokalisieren konnte. […]

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