Pokémon Krabby wohnt wohl im Museum im Bügeleisenhaus

„Pokémon Go“ ist nun auch in Deutschland verfügbar. Seit Mittwoch lässt sich das Spiel im Play Store von Google und im Apple AppStore herunterladen. Deshalb war ich heute auch mit meinem Pokémon-begeisterten Sohn in der Altstadt und durfte staunen: bei uns am Museum im Bügeleisenhaus ist nicht nur ein Pokéstop – dort wohnt wohl auch Pokémon Krabby.

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Deutschland ist nach den USA, Neuseeland und Australien erst das vierte Land, in dem das mobile Augmented-Reality-Spiel „Pokémon Go“ offiziell zur Verfügung steht – und in Hattingen wird man schon am ersten Tag fündig: an vielen Stellen kann an so genannten Pokéstops Energie getankt werden, mit der man dann später in Arenen (die gibt es z.B. am Obermarkt und am Horkenstein) gegen andere Spieler antritt. Aber auch das eine oder andere Pokémon (721 verschiedene gibt es und 133 sind bereits im Spiel eingebunden) kann in der Altstadt entdeckt und gefangen werden. Pokémon heißt auf Deutsch übrigens Taschenmonster.

Pokéstop bei Nieland - hier kann auch virtuell aufgetankt werden. Foto: Lars Friedrich

Pokéstop bei Nieland – hier kann auch virtuell aufgetankt werden. Foto: Lars Friedrich

Für Nintendo ist „Pokémon Go“ den Medien zufolge schon jetzt ein Glücksgriff: Der Spielekonzern aus Japan hinkte zuletzt den Großen im Software- Game-  Segment hinterher und besonders den Fokus auf Konsolenspiele sahen die Anleger an der Börse sehr kritisch. Mit „Go“, dem ersten Smartphone-Spiel des Konzerns, ist der Aktienkurs nun um knapp ein Viertel in die Höhe geschossen und damit ist das Unternehmen jetzt knapp fünf Milliarden Euro mehr wert.

Unser kurzer Gang heute durch die Altstadt bescherte der App auf dem Smartphone meines Sohnes fast 50 Pokéstops. Und es gibt wohl ein Muster, mit dem sich vorhersagen lässt, wo nun welche Pokémons auftreten: Auf Friedhöfen treibt sich Nebulak besonders gern herum. Sehenswürdigkeiten ziehen unter anderem Dratinis an. Und in Sumpf und Moor fühlen sich Smogon, Zubar, Nidoran und Rettan wohl – so steht es zumindest in diesen BILD online-Tipps zum Spiel.

Pokébälle gibt es nicht endlos. Um die eigenen Items aufzufrischen, muss man zu sogenannten Pokéstops, die sich meistens an Wahrzeichen oder Denkmälern in der realen Welt befinden. Foto: Lars Friedrich

Pokébälle gibt es nicht endlos. Um die eigenen Items aufzufrischen, muss man zu sogenannten Pokéstops, die sich meistens an Wahrzeichen oder Denkmälern in der realen Welt befinden. Foto: Lars Friedrich

Was ist nun so toll an diesem App-Spiel? Man geht wieder nach draußen! Zumindest war Mittwoch gegen 18 Uhr die Altstadt voll gespickt mit jungen Leuten und ihren Smartphones, die alle auf der Suche nach Pokémons waren. Mithilfe der Standortangabe des Handy-GPS und einer passenden Internetverbindung zeigt das Spiel auf einer Karte nämlich an, wo man gerade ist. Und besonders die Tatsache, dass viele Kinder nun wieder Lust auf freie Natur haben und stundenlang draußen herumlaufen, stimmt die meisten Kritiker bislang milde. Mal sehen, ob sich der Hype über die Sommerferien noch verstärkt.

Kraftort Bügeleisenhaus: am dortigen Pokéstop tanken die Pokémons Energie für ihre Arena-Kämpfe, Foto: Lars Friedrich

Kraftort Bügeleisenhaus: am dortigen Pokéstop tanken die Pokémons Energie für ihre Arena-Kämpfe, Foto: Lars Friedrich

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3 Gedanken zu “Pokémon Krabby wohnt wohl im Museum im Bügeleisenhaus

    • So einen Blödsinn habe ich ja noch gelesen. Hier wird ein schwachsinniges Spiel als Rechtfertigung für „jetzt gehen die Sofahocker wieder vor die Tür“ genommen. Um vom eigenen Versagen abzulenken. Wenn jemand ein Spiel ohne Sinn braucht um vor die Tür zu gehen, der sollte sich mal tiefere Gedanken machen und einen Arzt aufsuchen. Und Eltern die sich nicht um Ihre Kinder kümmern und dessen Tagesablauf einer US Firma überlassen gleich mit.

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