Mit dem A, B, C durch Hattingen: I wie Internationale Raumstation

Mit dem ABC durch Hattingen/Ruhr – keine leichte Aufgabe, aber lösbar. Gerne greife ich die Blogparaden-Idee der Hagener Autorin Birgit Ebbert auf und stelle in loser Folge Hattingen in 26 Etappen vor. Heute mit einem Augenzwinkern: Das I wie ISS.

NASA-Astronaut Ron Garan, Flugingenieur der Expedition 28, in einem Fenster der ISS-Kuppel. Foto: NASA

NASA-Astronaut Ron Garan, Flugingenieur der Expedition 28, in einem Fenster der ISS-Kuppel. Foto: NASA

Das I steht bei mir für die die Internationale Raumstation (englisch International Space Station, kurz ISS). Aber was hat dieses seit 1998 im Bau befindliche Weltraumobjekt, das in 416 Kilometern Höhe alle 91 min um die Erde umrundet, mit Hattingen zu tun?

Durch eine in Hattingen geschmiedete Aussichtskuppel genießen die ISS-Astronauten einen Panoramablick auf die Erde. Dieser Cupola genannte, kuppelförmige Beobachtungsturm befindet sich an der meist erdzugewandten Seite des ISS-Moduls Tranquility. Die Kuppel ist 1,50 m hoch, hat einen maximalen Durchmesser von 2,95 m und wurde im Jahr 2000 für die italienische Firma Alenia bei der VSG in Hattingen geschmiedet.  Ein Cupola-Zwilling – Ausschussware der damaligen Produktion – steht heute vor dem Alten Bahnhof in Hattingen, während das heute im Einsatz befindliche „Zimmer mit Aussicht“ am 8. Februar 2010 an Bord des Space Shuttle Endeavour im Rahmen der Mission STS-130 zur ISS gebracht und dort montiert wurde.

Der Hattinger Cupola-Zwilling vor dem Satkom-Tower. Foto: Lars Friedrich

Der Hattinger Cupola-Zwilling vor dem Satkom-Tower. Foto: Lars Friedrich

 

 

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Mit dem A, B, C durch Hattingen: Das G wie Gefahrenabwehr

Mit dem ABC durch Hattingen/Ruhr – keine leichte Aufgabe, aber lösbar. Gerne greife ich die Blogparaden-Idee der Hagener Autorin Birgit Ebbert auf und stelle in loser Folge Hattingen in 26 Etappen vor. Heute mit einem Augenzwinkern: Das G wie Gefahrenabwehr.

Ja, das G könnte auch für Gold wie Frida Gold stehen – zu Recht. Aber angesichts der sommerlichen Temperaturen möchte ich an dieser Stelle auf die großen Gefahren des bald wieder anstehenden Winters aufmerksam machen und einen auf Youtube schon über 9.000 mal angeklickten Filmbeitrag zur Gefahrenabwehr posten. Das zeitgemäße Mittel gegen Eis- und Rutschgefahr heißt in Hattingen nämlich nicht Schneebesen und Rollsplitt, sondern Treppenheizung! Bei der rund 60.000 Euro teuren Sanierung der beiden Treppenaufgänge am Hattinger Rathaus wurde eben dort im Mai 2013 eine Stufenheizung eingebaut. Ich habe deshalb damals mit einem Freund, dem Guerilla Marketing Experten und Künstler Oliver Bienkowski von der Caveman Werbeagentur gesprochen, und gemeinsam machten wir mit Extra- Schnee aus der Neusser Skihalle die Probe aufs Exempel… Allerdings: Geschmolzen ist im vergangenen Mai dort erst einmal so viel wie nichts – ich habe dann alles per Hand wieder weggeräumt. Vielleicht sprang die Heizung ja auch gar nicht an, weil – so die Stadt – “bei strengem Frost kombiniert mit trockener Luft springt sie nicht an, wohl aber bei hoher Feuchtigkeit und geringem Frost.“

G wie Gefahrenabwehr: Oliver Bienkowski (rechts) und ich testeten die beheizte Rathaustreppe. Foto: Caveman

G wie Gefahrenabwehr: Oliver Bienkowski (rechts) und ich testeten die beheizte Rathaustreppe. Foto: Caveman

Nachtrag: Im letzten Winter konnten wir den Heizeffekt auch noch nicht erleben. Aber hohe Luftfeuchtigkeit und wenig Frost passt doch zu den derzeitigen Temperaturen ganz gut…

Mit dem A, B, C durch Hattingen: Das F wie FEUER.WEHRK

Mit dem ABC durch Hattingen/Ruhr – keine leichte Aufgabe, aber lösbar. Gerne greife ich die Blogparaden-Idee der Hagener Autorin Birgit Ebbert auf und stelle in loser Folge Hattingen in 26 Etappen vor. Heute: Das F wie FEUER.WEHRK.

Zu Besuch im FEUER.WEHRK. Foto: Lars Friedrich/Hattingen

Zu Besuch im FEUER.WEHRK. Foto: Lars Friedrich/Hattingen

Das FEUER.WEHRK in Hattingen ist das einzige Museum seiner Art im Ruhrgebiet und – leider geschlossen. Oder passender formuliert: Obwohl bereits seit 1985 die Museumsidee von einem eingetragenen Verein unter dem Vorsitz von Holger Ertel verfolgt wird und die Sammlungsbestände bereits 2006 in eine alte Industriehalle der ehemaligen Henrichshütte eingezogen sind, wurde das Museum für Einzelbesucher bislang noch nicht offiziell eröffnet. Weiterlesen

Mit dem A, B, C durch Hattingen: Das E wie Elfringhauser Schweiz

Mit dem ABC durch Hattingen/Ruhr – keine leichte Aufgabe, aber lösbar. Gerne greife ich die Blogparaden-Idee der Hagener Autorin Birgit Ebbert auf und stelle in loser Folge Hattingen in 26 Etappen vor. Heute: E wie Elfringhauser Schweiz

Fast unendlicher Urwald: Auf Wanderschaft in einem Teil der Elfringhauser Schweiz. Foto: Lars Friedrich

Fast unendlicher Urwald: Auf Wanderschaft in einem Teil der Elfringhauser Schweiz. Foto: Lars Friedrich

Die dritte Etappe des Hattinger Schnadeganges führte uns neulich entlang der Stadtgrenze durch einen Teil der Elfringhauser Schweiz, die ich – zugegeben – bislang nur aus dem Auto heraus kannte. Der nette Wanderung von Nierenhof nach Herzkamp hat mir gezeigt, wie wenig ich von dieser tollen, doch recht bergigen Landschaft im Hattinger Süden kenne – und die zahlreichen Aufs und Abs haben mir bewiesen, dass diese Landschaft zwischen Hattingen, Wuppertal und Velbert ihren Namen zu Recht trägt, zählen doch zu den Erhebungen im Hattinger Hügelland der Schieferberg, der Winterberg (315 m), der Kottenberg, der Sahlberg, der Hölterberg, der Eberg, der Juttermannsberg, der Immelberg, die Ottoplatte, der Hordtberg (245 m), der Hansberg (228 m), der Homberg, der Nonnenberg, der Kahlenberg und der Zipperberg.

In der Gruppe macht Wandern noch mehr Spaß - auch in der Elfringhauser Schweiz. Foto: Selfie Lars Friedrich

In der Gruppe macht Wandern noch mehr Spaß – auch in der Elfringhauser Schweiz. Foto: Selfie Lars Friedrich

Heute weiß ich, dass rund 30 Kilometer gut ausgebaute Wanderwege und zahlreiche Freizeitangebote die Elfringhauser Hügel erschließen und gutes Netz von Landgasthöfen Ausgangspunkte für familiäre Wanderungen und anspruchsvolle Radltouren bieten. Für die Kultursuchenden empfehle ich das leider nur sehr, sehr selten geöffnete Bandwebereimuseum (offen jeden 2. und 4. Samstag  von 14 bis 16 Uhr) und den Wanderfreunden lege ich den „Anderl-Heckmair-Weg“ ans Herz, ein etwa 2,5 km langer, markierter Spazierweg nahe dem „Waldhof„, auf dem zehn Wegtafeln über das Leben und Wirken von des Bergführers und Alpinisten Heckmair informieren.

Mit dem A, B, C durch Hattingen: Das D wie Dom St. Mauritius

Mit dem ABC durch Hattingen/Ruhr – keine leichte Aufgabe, aber lösbar. Gerne greife ich die Blogparaden-Idee der Hagener Autorin Birgit Ebbert auf und stelle in loser Folge Hattingen in 26 Etappen vor. Heute: D wie Dom in Niederwenigern.

Dieter Bonnekamp (links) vom Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf e.V.  erklärt den Teilnehmern des ersten Hattinger Schnadeganges den Dom zu Niederwenigern. Foto: Lars Friedrich

Dieter Bonnekamp (links) vom Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf e.V. erklärt den Teilnehmern des ersten Hattinger Schnadeganges den Dom zu Niederwenigern. Foto: Lars Friedrich

Als Wien-Fan kommt man ja nicht umhin, sich mit den Prachtbauten der Ringstraße zu beschäftigen – dem Burgtheater, dem Parlament, dem Rathaus. Wie ich jetzt den Bogen zum Hattinger Stadt-ABC hinbekomme? Über Friedrich Schmidt. Der 1825 im württembergischen Frickenhofen geborene Schmidt (ab 1886 Friedrich Freiherr von Schmidt) war ein bekannter Architekt der Wiener Ringstraßenzeit, der den neugotischen Stil etablierte und das Wiener Rathaus plante – und die neugotische, dreischiffige Hallenkirche St. Mauritius in der Mitte von Hattingen-Niederwenigern.

Die Kirche St. Mauritius im Stadtteil Niederwenigern wurde erstmals 1147 in einer Urkunde genannt, in der Papst Eugen III. der Abtei Deutz ihre geistlichen
Besitzungen bestätigt. Doch von der ersten Kirche ist heute auch nur noch der Turm (43,16 Mieter hoch, ca.12.Jahrhundert) erhalten. Wegen des Anstiegs der Zahl der Gemeindemitglieder im 19. Jahrhundert durch Industrialisierung und Bergbau beschloss die Gemeinde, eine neue, größere Kirche zu bauen. Den Bauplan der neugotischen Kirche entwarf Friedrich von Schmidt, Domwerkmeister in der Kölner Dombauhütte. Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 1858 und am 4.Juli 1861 weihte der Paderborner Bischof Conrad Martin das Gotteshaus. Die denkmalgeschützte Kirche hat eine Gesamtlänge von 55,5 Meter, die Breite des Kirchenschiffs einschließlich Sakristei und Heizungsraum beträgt 31 Meter, die Höhe des Kirchenschiffs beträgt 21,89 Meter. Weiterlesen